Nicht umsonst haben wir die Weiterentwicklung in Richtung einer “”5. Grundfreiheit Bildung”” im Programm. Wir begrüßen und unterstützen Bemühungen der EU zum stärkeren Austausch von Arbeitskräften innerhalb der EU, damit EU-Bürger ihre Freizügigkeit auch unkompliziert leben können. Solch ein Austausch kann natürlich auch in der Wissenschaft und Forschung nur begrüßt werden. Hilfreich für einen stärkeren Austausch von Arbeitskräften wäre z.B. eine Sozialversicherungsnummer, die in allen EU-Ländern gültig ist. Das würde das Arbeiten in einem anderen Mitgliedstaat erleichtern. Zum leichteren Anwerben von qualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten – und damit auch von Forschenden – fordern wir eine Reform der RWR-Karte (Kompetenzbereinigung, klare Abgrenzung der Kartenvarianten, Erfüllung von Mindestkriterien inkl. Gewichtungen, etc.). Selbstverständlich aber ist darauf zu achten, dass Lohn- und Sozialdumping EU-weit unterbunden wird. EU-weite soziale Mindeststandards sind bereits mit diversen EU-Richtlinien (z.B. Richtlinie über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung) definiert. Solche Mindeststandards gelten immer für alle und nicht nur für eine bestimmte Berufsgruppe. Vor allem derzeit – in einer Zeit von massivem Fachkräftemangel und zu hohen Teilzeitquoten – wird oftmals händeringend nach Arbeitskräften gesucht. Bei Verstößen gegen geltende Arbeits- und Sozialrechte kann auch bereits gegenwärtig geklagt werden. Auf nationaler Ebene in Österreich setzen wir uns dafür ein, dass der Anteil der befristeten Dienstverträge an den Universitäten reduziert wird und prekäre Beschäftigungsverhältnisse von Forscherinnen und Forschern vermieden werden.